Wovon habe ich genug?

Impuls zur 1. Woche im Klimafasten

Liebe Fastenaktive,

es ist soweit, die Fastenzeit beginnt – 7 Wochen, in denen wir uns in diesem Newsletter unter dem Motto „Wieviel ist genug?“ mit Fragen von Klimaschutz und Gerechtigkeit auseinandersetzen, Anstöße geben und alle gemeinsam die Welt und uns bewegen wollen. 

In dieser ersten Woche beschäftigt uns eine Frage, die dem einen oder der anderen im Konsumzeitalter auf den ersten Blick wie eine Provokation erscheinen mag:

Wovon habe ich genug? Was macht mich heute reich?

Psalm 104, 25-33 – Basisbibel

24Wie zahlreich sind deine Werke, Herr.
In Weisheit hast du sie alle gemacht.
Die Erde ist voll von deinen Gütern.
25Da ist das Meer, so groß und unermesslich weit.
Dort wimmelt es von Lebewesen ohne Zahl –
von kleinen und großen Meerestieren.
26Dort ziehen Schiffe ihre Bahn –
auch der Leviatan, den du geschaffen hast.
So kann er im Meer sein Spiel treiben.
27Mensch und Tier halten Ausschau nach dir,
damit du ihnen Essen gibst zur richtigen Zeit.
28Du gibst es ihnen, sie sammeln es auf.
Du öffnest deine Hand, sie essen sich satt
an deinen guten Gaben.
29Wendest du dich ab, erschrecken sie.
Nimmst du ihnen den Lebensatem,
dann sterben sie und werden zu Staub.
30Schickst du deinen Lebensatem aus,
dann wird wieder neues Leben geboren.
So machst du das Gesicht der Erde neu.
31Die Herrlichkeit des Herrn bleibe für immer.
Der Herr freue sich über seine Geschöpfe.
32Ein Blick von ihm genügt, dass die Erde bebt –
eine einzige Berührung, dass die Berge rauchen.
33Ich will den Herrn loben mein Leben lang!
Meinem Gott will ich singen, solange ich bin!



Als Bibeltext wird zu Beginn der Klimafastenzeit Psalm 104 zitiert. Es ist ein Lobgesang auf die wunderbare Schöpfung. Gott sorgt für die Erde, die Meere, die Tiere, die Menschen. Alles Leben erhält Nahrung. Erkennen wir heute noch, wie reich wir beschenkt sind? Schaffen wir es in einer Zeit der Bedrohungen dankbar zu sein für das, was in Fülle da ist? Und was verbirgt sich für uns in der Fülle, die Gott uns zusagt? Ist unser Verstand, unser Herz und unser Handeln – zumindest ab und an – erfüllt von Gott, erfüllt von seiner Geisteskraft? Diese Fragen können wir nur beantworten, wenn wir uns Zeit nehmen und uns in uns selbst vertiefen. Diese Fragen öffnen uns für all das, was unser materieller Wohlstand nicht abbilden kann: Freundschaften, gutes Miteinander in der Nachbarschaft, das Atmen frischer Luft, die wunderbare Aussicht oder das Innehalten an einem glucksenden Bach auf einer Wanderung, die Schneeflocke auf dem Handrücken, der Wassertropfen, der erst ganz langsam am Ast entlang kriecht und dann mit einem Ruck auf den Boden fällt. 

Folgende Fragen leiten uns durch die erste Woche:
Was in meinem Leben ist eigentlich wunderbar – auch wenn ich es oft übersehe?
Welche „kleinen Dinge“ des Alltags bereichern mein Leben?
Wo wird das „Genug“ überschritten?

In dieser Woche
… übe ich mich darin, immer wieder innezuhalten und wahrzunehmen – die Dinge, die ich liebe, für die ich dankbar bin.
… nehme ich mir Zeit, kleine Details in der Natur wahrzunehmen – wie reich wir in der Schöpfung beschenkt sind.
… geh ich achtsam mit meinen Lebensmitteln um und genieße jeden Bissen. Welch ein Reichtum!

Viel Freude und gute Begegnungen mit dem ersten Wochenthema von „So viel du brauchst“ wünschen Ihnen aus dem Fastenteam Siglinde Hinderer, Doris Banzhaf und Katharina Saile

Und hier eine kurze Video-Andacht zum Thema der 1. Klimafastenwoche:

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